Kreativitätstechniken – Teil 2 – Brainwriting

Das Brainwriting entspricht grundsätzlich dem Brainstorming. Der Unterschied ist, dass die Ideen nicht wahllos einem Protokollant zugerufen werden, der diese dann notiert und strukturiert, sondern dass jeder Teilnehmer seine Ideen eigenständig notiert.

Besonders geeignet für introvertierte Teilnehmer

Das Brainwriting hat den Vorteil, dass die Ideen parallel notiert werden, was die Dauer dieser ersten Phase verringert. Für introvertierte Teilnehmer, denen das freie Sprechen in der Gruppe schwer fällt, bei Hierarchien, Kommunikationsproblemen oder Konflikten in der Gruppe ist das Brainwriting besser geeignet. Durch die nicht-öffentliche Ideensammlung entfällt von Anfang an auch die größte Gefahr von Kreativitätstechniken: Die Kritik an geäußerten Ideen. Jeder Teilnehmer einer Brainwriting-Sitzung hat die Möglichkeit, seine Einfälle ungestört von eventuellen Zwischenrufen zu notieren und auszuformulieren.

Meist wird die Zeit für Notizen und/oder die Anzahl der jeweils zu notierenden Ideen beim Brainwriting begrenzt. Nach Ablauf der Zeit werden die gesammelten Ideen nach definierten Kriterien gruppiert und ähniche gegebenenfalls zusammengefasst.

Der Nachteil des Brainwriting ist, dass man nicht sofort (intuitiv) auf Ideen anderer Teilnehmer reagieren kann. Deshalb sollte nach oder während der Präsentation der Ergebnisse der Brainwriting-Sitzung noch eine (kurze) Brainstorming-Runde angehängt werden.

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