Die Angst der Unternehmen vor der Kreativität

Die Kreativität hat einen schweren Stand in Unternehmen, welche die Kreativität nicht aktiv in ihrer Unternehmenskultur verankert haben. Ein Grund hierfür ist, dass Kreativität nicht sexy ist, wie wir bereits erfahren haben. Ein weitaus wichtigerer Grund ist allerdings, dass viele Menschen Angst vor Kreativität haben! Es ist ihnen meist nicht bewusst und wenn doch, würden sie es nie zugeben.

Die Kreativität trägt Zerstörung in sich

Wenn durch einen kreativen Prozess etwas Neues geschaffen wird, wird meist an anderer Stelle etwas zerstört. Evolutionär haftet vielen Menschen die Angst vor Veränderung an. Man hat sich doch so schön mit einer Situation arrangiert, warum sollte man dies absichtlich ändern? Klar, es könnte besser werden, aber die Situation könnte sich auch verschlechtern.

Was meinen Sie, warum so viele Menschen jahre- oder jahrzehntelang immer an den gleichen Urlaubsort fahren und nicht einmal etwas anderes ausprobieren? „Ja, das Meer ist im Sommer immer etwas kalt, dafür hat unser Zeltplatz einen sehr schönen Sandstrand“. Ist es nicht möglich, einen Sandstrand zu finden, an dem das Meer im Sommer warm ist? Man könnte ja einen Zeltplatz erwischen, der keinen schönen Strand hat UND bei dem das Meer kalt ist!

Der Mensch, das Gewohnheitstier

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das seine Komfortzone des (Alt-)Bekannten nur ungerne verlässt, selbst wenn das Leben draußen angenehmer sein könnte. Deshalb kämpfen viele – oftmals unterbewusst – gegen Neues und eine eventuelle, damit verbundene Machtverschiebung an, statt aktiv an der Gestaltung teilzuhaben und die neuen Strukturen mitzuprägen.

Die Herausforderung von Kreativitätstechniken ist deshalb, auch diese Menschen ins Boot zu holen und sie nicht über Bord zu werfen.

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