Entspannungsübung: Zur Ruhe kommen

Was Stress in uns erzeugt ist nicht die Menge an eMails, nicht die ständigen Termine, nicht die Erwartungen des Vorstandes und nicht das Multitasking, sondern die Bilder, die wir uns im Geiste dazu ausmalen: Was passiert, wenn ich nicht alle wichtigen eMails beantworten kann? Schaffe ich es, alle meine Themen in den anstehenden Meetings zu platzieren? Wie wird die Krisensitzung mit dem Vorstand ausfallen? Wie kann ich meine Aufgaben verteilen, damit ich möglichst viele effektiv parallel bearbeiten kann? Da diese Bilder sehr oft eine negative Kolorierung haben, erzeugen sie eine Anspannung in uns. Mit den gleichen Mitteln können wir aber auch dafür sorgen, dass sich eine Anspannung wieder legt: Mit ruhigen Gedankenbildern. Die Entspannungsübung „Zur Ruhe kommen“ nutzt diesen mentalen “Trick” und sorgt so für Entspannung.

ARTIKELSERIE
Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie "Entspannungsübungen". Im Leitartikel finden Sie allgemeine Infos zu Entspannungsübungen, die Übersicht und eine Kurzbeschreibung aller vorgestellten Entspannungsübungen sowie Links auf die jeweiligen Artikel.

Die Entspannungsübung „Zur Ruhe kommen“

Diese Entspannungsübung können Sie jederzeit durchführen.

Stellen Sie sich  während der Entspannungsübung mit geschlossenen Füßen hin und schließen Sie die Augen.
Lassen Sie ihre Arme locker an der Seite des Körpers hängen.
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein alter Baum, der tief in der Erde verwurzelt ist. Lassen Sie ein Schwanken Ihres Körpers zu und akzeptieren Sie diesen Rhythmus wie ein Baum sich in den Böen des Windes neigt.
Nehmen Sie ein paar bewusste, tiefe Atemzüge. Mit jedem Ausatmen spüren Sie, wie Sie etwas fester mit dem Untergrund verwurzelt sind.
Vor Ihrem inneren Auge sehen Sie wie aus großer Höhe auf die Dinge herab. Sie spüren den Schutz der dicken Borke um sich.
Sie werden ruhig. Auch wenn Sie gleich wieder die Augen öffnen und Ihre Wahrnehmung ins Außen richten werden, nichts kann Ihre innere Ruhe stören.
Bewahren Sie dieses Gefühl sinnlich für den Rest des Tages.
Wenn für Sie der richtige Zeitpunkt gekommen ist, öffnen Sie die Augen, nehmen einen weiteren tiefen Atemzug und strecken sich, wenn es Ihnen gut tut.
ABWANDLUNG
Sie können diese Entspannungsübung auch im Sitzen und mit anderen mentalen Bildern (z.B. ein Berg, ein Fluß, …) machen.

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