Der Wiedereinstieg

Der Neustart nach einem Burnout beginnt nicht erst nach der Entlassung aus der Klinik, sondern bereits während des Aufenthalts. Die Einbindung von privatem und beruflichem Umfeld ist der Schlüssel für den Erfolg einer Wiedereingliederung.

Frühzeitig an die Rückkehr denken

Viele vom Burnout Betroffene machen sich zunächst keine Gedanken über eine spätere Wiedereingliederung ins Privat- und Berufsleben, steht doch – verständlicherweise – die Genesung an erster Stelle. Doch man sollte sich möglichst schon während des Aufenthalts in einer Klinik mit dem Wiedereinstieg beschäftigen, damit man nach der Heimkehr nicht in ein Loch fällt. Manche Kliniken bieten hier Unterstützung an, diese ist jedoch oft rudimentär und beschränkt sich meist nur auf die Perspektive des Patienten.

Unternehmen sind meist professionell

Erstaunlicherweise treten die massivsten Probleme jedoch nicht im beruflichen Umfeld auf, da die HR Abteilungen der meisten Unternehmen entsprechende Berater haben und professionell mit Langzeiterkrankungen von Mitarbeitern umgehen können. Lediglich Führungskräften fehlt manchmal das nötige Wissen, wie sie Mitarbeitern den Wiedereinstieg erleichtern können.

Komplikationen im privaten Umfeld

Am schwierigsten ist oftmals das private Umfeld, da die Angehörigen meist nicht wissen, wie sie mit einem Burnout oder einer Depression umgehen sollen. Viele wünschen sich nach einer Therapie den „alten“ Menschen zurück, beachten dabei jedoch nicht, dass es gerade die „alten“ Gewohnheiten waren, welche die akute Krise erst herbeigeführt haben. Das bedeutet, dass jeder, der eine Therapie erfolgreich abgeschlossen hat, sich zwangsläufig verändert haben muss!

Ein fehlendes Puzzleteil

Das ist wie ein Puzzleteil, welches aus dem Gesamtpuzzle herausgenommen wurde und dann nicht mehr in die alte Form passt, da es sich verändert hat. Damit alle Teile wieder zusammenpassen, müssen sich alle neu anordnen und eine neue harmonische Form finden. Wird das Puzzleteil in seine alte Form gezwungen, können manche neuen Zähne wieder abbrechen!

Frühzeitig den Neustart erleichtern

Um hier unnötige Reibungen zu vermeiden, bietet es sich an, dass sich nicht nur die Betroffenen, sondern auch das Unternehmen, die Vorgesetzten, die Familienmitglieder und evtl. Freunde frühzeitig mit der Situation beschäftigen und damit den Neustart erleichtern.

Im Programm bieten wir Unternehmen, Betroffenen und deren Angehörigen Unterstützung für einen erfolgreichen Neueinstieg an:

  • Coaching und Unterstützung von betroffenen Mitarbeitern beim nachhaltigen Wiedereinstieg ins Berufsleben
  • Coaching und Unterstützung von Angehörigen betroffener Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Führungskräften beim Umgang mit potenziell betroffenen Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Personalverantwortlichen und Unternehmen bei BGM Maßnahmen
Alle Maßnahmen sollten bereits WÄHREND einer Therapie in Abstimmung mit dem Therapeuten / der Klinik beginnen.

Zeit für mich …

… zu haben bedeutet zuallererst, mir selbst die Zeit zu nehmen. Zeit haben wir alle gleich viel zur Verfügung, doch warum fällt es mir so schwer, mir einfach eine kleine Auszeit vom Stress zu nehmen?

Warum muss sich in meinem Kalender Termin an Termin reihen, ohne eine kleine, freundliche Lücke, die mir sagt: „5 Minuten Me-Time“? Würde ich meinen Job schlechter machen, wenn ich mir ab und zu eine kleine Pause gönnen würde? Muss ich dabei ein schlechtes Gewissen haben, weil meine Kollegen weiterarbeiten, oder sage ich mir: „Wenn ich entspannter und ausgeglichener bin, nützt das auch meinem Unternehmen“!

Es kommt auf die Prioritäten an: Ich sollte es mir wert sein, zuerst an mich zu denken, denn ich bin das Wichtigste für mich!

QiGong gegen Stress und Burnout

Stress und Druck durch erhöhte berufliche oder private Anforderungen und daraus resultierende körperliche Symptome kennen viele von uns. Um diesen negativen Ursachen und Auswirkungen entgegenzuwirken hat der TV Gondelsheim für alle Interessierten ein neues Angebot:

„QiGong gegen Stress und Burnout“

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Stressmanagement vs Stressvermeidung

Ich habe mir die Frage gestellt, welcher der beiden Ansätze „Stressmanagement“ oder „Stressvermeidung“ besser ist? Die scheinbar klare Antwort ist Stressvermeidung: Wenn ich vermeide, dass Stress überhaupt erst aufkommt, muss ich ihn auch nicht managen. Doch wie kann ich Stress vermeiden?  Im Wesentlichen dadurch, dass ich den Situationen, die mir Stress verursachen, aus dem Wege gehe. Wenn wir uns allerdings ansehen, in welchen Bereichen der meiste Stress verursacht wird, dann wird schnell klar, dass eine Vermeidungsstrategie hier nur bedingt realisierbar ist: Im Job und in der Familie. Continue reading