Persönliches Stressmanagement

Ein Leben ohne Stress ist ein Wunschtraum. Das Ziel sollte sein, den Stress aktiv und nachhaltig in den Griff zu bekommen: Ein gelassener und sicherer Umgang mit beruflichen und privaten Anforderungen bedeutet, individuelle Ressourcen und Stressoren zu (er)kennen.

Multitasking: Weniger Qualität, mehr Fehler

Der Begriff Multitasking kommt ursprünglich aus der Informatik. Er bezeichnet die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Anforderungen parallel auszuführen. Es ist paradox, dass ausgerechnet Multitasking im Job von vielen Berufstätigen als Qualitätsmerkmal effizienter Arbeitsleistung angesehen wird, denn genau das Gegenteil trifft zu.

Man denkt an die Aufgabe, die man gerade nicht macht

Forscher haben herausgefunden, dass gleichzeitiges Bearbeiten von Anforderungen deren Ausführung beeinträchtigt und die Fehlerverarbeitung verändert: Je anspruchsvoller die gleichzeitig auszuführenden Tätigkeiten sind, umso mehr Zeit- und Ressourcenverluste, Qualitätseinbußen und physiologische wie psychische Fehlbeanspruchungen werden beobachtet.

Multitasking verschwendet wertvolle Arbeitszeit

Schleichend haben unterschiedlichste Tools und Werkzeuge unter dem Deckmantel der Arbeitserleichterung Einzug in unser Arbeitsleben gehalten, doch Desktop-Benachrichtigungen von Outlook, Lync oder Skype bewirken oftmals nur eines: Eine Unterbrechung im aktuellen Arbeitsfluss.

Unser Gehirn ist Single-Tasker

Experten aus verschiedenen Wissenschaftssparten widersprechen in neuesten Studien der allgemeinen Auffassung, dass der Mensch in der Lage ist, erfolgreich mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Unser Gehirn ist einer solchen Doppelbelastung nicht gewachsen, daher machen wir massenhaft Fehler. Und diese wieder auszubügeln kostet noch mehr Zeit. Multitasking läuft damit nicht nur der Arbeitsweise unseres Gehirns zuwi­der, sondern ist auch nicht ökonomisch.

Anforderungs- und Zeitmanagement

Individuellen Stress in den Griff zu bekommen bedeutet in erster Linie das persönliche Anforderungs- und Zeitmanagement aktiv zu meistern. Ursachen für Konflikte sind hier oftmals Denkmuster, die wir bereits in der Kindheit und Ausbildung verinnerlicht haben.

Strategische Handlungsalternativen

Um daraus resultierenden Stress zu vermeiden, sollte man die persönlichen Denk- und daraus resultierende Handlungsmuster kennen und sich mit Handlungsalternativen vertraut machen, denn es gibt verschiedene Strategien um aufgezwungenem oder selbstgemachtem Multitasking zuvorzukommen.

In lernen die Teilnehmer

  • die Auslöser von persönlichem Multitasking zu erkennen …
  • … und diese zu bewältigen
  • das Bewusstsein für individuelle Denk- und Handlungsmuster zu schärfen
  • persönliche Energiequellen bewusst zu nutzen
  • Multitasking bei anderen zu vermeiden

Der Wiedereinstieg

Der Neustart nach einem Burnout beginnt nicht erst nach der Entlassung aus der Klinik, sondern bereits während des Aufenthalts. Die Einbindung von privatem und beruflichem Umfeld ist der Schlüssel für den Erfolg einer Wiedereingliederung.

Frühzeitig an die Rückkehr denken

Viele vom Burnout Betroffene machen sich zunächst keine Gedanken über eine spätere Wiedereingliederung ins Privat- und Berufsleben, steht doch – verständlicherweise – die Genesung an erster Stelle. Doch man sollte sich möglichst schon während des Aufenthalts in einer Klinik mit dem Wiedereinstieg beschäftigen, damit man nach der Heimkehr nicht in ein Loch fällt. Manche Kliniken bieten hier Unterstützung an, diese ist jedoch oft rudimentär und beschränkt sich meist nur auf die Perspektive des Patienten.

Unternehmen sind meist professionell

Erstaunlicherweise treten die massivsten Probleme jedoch nicht im beruflichen Umfeld auf, da die HR Abteilungen der meisten Unternehmen entsprechende Berater haben und professionell mit Langzeiterkrankungen von Mitarbeitern umgehen können. Lediglich Führungskräften fehlt manchmal das nötige Wissen, wie sie Mitarbeitern den Wiedereinstieg erleichtern können.

Komplikationen im privaten Umfeld

Am schwierigsten ist oftmals das private Umfeld, da die Angehörigen meist nicht wissen, wie sie mit einem Burnout oder einer Depression umgehen sollen. Viele wünschen sich nach einer Therapie den „alten“ Menschen zurück, beachten dabei jedoch nicht, dass es gerade die „alten“ Gewohnheiten waren, welche die akute Krise erst herbeigeführt haben. Das bedeutet, dass jeder, der eine Therapie erfolgreich abgeschlossen hat, sich zwangsläufig verändert haben muss!

Ein fehlendes Puzzleteil

Das ist wie ein Puzzleteil, welches aus dem Gesamtpuzzle herausgenommen wurde und dann nicht mehr in die alte Form passt, da es sich verändert hat. Damit alle Teile wieder zusammenpassen, müssen sich alle neu anordnen und eine neue harmonische Form finden. Wird das Puzzleteil in seine alte Form gezwungen, können manche neuen Zähne wieder abbrechen!

Frühzeitig den Neustart erleichtern

Um hier unnötige Reibungen zu vermeiden, bietet es sich an, dass sich nicht nur die Betroffenen, sondern auch das Unternehmen, die Vorgesetzten, die Familienmitglieder und evtl. Freunde frühzeitig mit der Situation beschäftigen und damit den Neustart erleichtern.

Im Programm bieten wir Unternehmen, Betroffenen und deren Angehörigen Unterstützung für einen erfolgreichen Neueinstieg an:

  • Coaching und Unterstützung von betroffenen Mitarbeitern beim nachhaltigen Wiedereinstieg ins Berufsleben
  • Coaching und Unterstützung von Angehörigen betroffener Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Führungskräften beim Umgang mit potenziell betroffenen Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Personalverantwortlichen und Unternehmen bei BGM Maßnahmen
Alle Maßnahmen sollten bereits WÄHREND einer Therapie in Abstimmung mit dem Therapeuten / der Klinik beginnen.

Leistungsfähigkeit erhalten

Viele berufliche Leistungen werden unter Stress, Druck und Anspannung erbracht. Wenn diese Situationen zur Regel werden, müssen Wege zur Erhaltung der individuellen Leistungsfähigkeit aktiv eingeschlagen werden.

Am besten präventiv

Die Anzeichen von Stress sind meist deutlich spürbar. Egal, ob der Grund in der Erziehung, im Job, in der Unternehmenskultur, der Branche oder der aktuellen Konjunktur liegt: Betroffene Personen und aufmerksame Führungskräfte können den Stress wahrnehmen. Maßnahmen für das aktuelle Stressmanagement sollten daher immer präventiv durchgeführt werden können. Die Herausforderung hierbei ist jedoch, dass man die ersten Anzeichen als solche erkennt, ernst nimmt und unmittelbar Maßnahmen ergreift.

Klarheit schaffen: Den individuellen Stress kennenlernen

Oft gibt es nur einen einzigen Auslöser für viele psychische Erkrankungen und körperliche Symptome: Stress. Die Ursachen für die Entstehung von individuellem Stress sind jedoch meist unterschiedlich

  • Überforderung (z.B. Multitasking)
  • Ein Mangel an anspruchsvollen Aufgaben
  • Defizite im Führungsstil des Vorgesetzten
  • Andauernde Beziehungsprobleme
Daher kann man persönlichen Stress nur selten mit einer Pauschallösung erfolgreich bekämpfen. Aussichtsreicher ist es, die individuellen Stressoren gezielt zu bearbeiten.

Stress verringern oder vermeiden

Da es in den seltensten Fällen möglich ist, persönlichem Stress vollkommen aus dem Wege zu gehen, ist es langfristig effektiver, sich ein achtsames Bewusstsein für das eigene Befinden zuzulegen und dem Stress pro-aktiv zu begegnen.

Persönliche Ressourcen und Kraftquellen stärken

Dreh- und Angelpunkt für nachhaltiges Stressmanagement sind jedoch persönliche Ressourcen und Kraftquellen. Leider sind dies die Dinge, die man bei zunehmendem Stress zuallererst vernachlässigt. Auch hier hilft ein achtsames Bewusstsein, sich der absoluten Priorität des eigenen Energievorrats klar zu werden.

Wissen, wann man bremsen muss

In unserer Leistungsgesellschaft herrscht vielfach die Einstellung, dass man immer Gas geben muss. Doch Bleifuß ist kein Zeichen von Qualität! Gute Rennfahrer zeichnet nicht der Umstand aus, dass sie den Fuß nicht vom Gaspedal nehmen, sondern dass sie wissen, wann sie bremsen müssen um nicht aus der Kurve zu fliegen! Leider haben wir das „bremsen“ – sprich: den Druck rausnehmen – aus unserer modernen Arbeitswelt verbannt. Das geht so lange gut, bis die erste Kurve kommt!

: Aufbau von Stresskompetenz

Ein wichtiger Fokus von liegt daher auf dem Aufbau von Stresskompetenz bei den Teilnehmern:

  • Achtsamkeit als Basis für persönliches Stressmanagement
  • Erkennen individueller Stressfaktoren
  • Wahrnehmen und bearbeiten tief sitzender Denkweisen und Verhaltensmuster
  • Erlernen effektiver Entspannungstechniken
  • Nachhaltige Verankerung von Entspannung

QiGong gegen Stress und Burnout

Stress und Druck durch erhöhte berufliche oder private Anforderungen und daraus resultierende körperliche Symptome kennen viele von uns. Um diesen negativen Ursachen und Auswirkungen entgegenzuwirken hat der TV Gondelsheim für alle Interessierten ein neues Angebot:

„QiGong gegen Stress und Burnout“

Continue reading

Raum & Zeit

ist das Programm zum aktiven, nachhaltigen Stressmanagement im privaten und unternehmerischen Kontext. Ziel ist die Stärkung der Ressourcen und Stresskompetenz aller Beteiligten sowohl präventiv als auch in akuten Situationen und beim Wiedereinstieg ins Berufsleben. Damit sind Sie in der Lage, in den täglichen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zu bestehen und ihre persönliche Leistungsfähigkeit beizubehalten oder zu steigern.

Die Arbeitsverdichtung unseres Lebens

Durch den technischen Fortschritt hat die Beschleunigung und damit die Arbeitsverdichtung unseres Lebens (sowohl privat als auch beruflich) in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Stress und dessen diverse körperlichen und mentalen Beschwerden sind die Folge. Wenn man sich dieser Beschleunigung nicht entziehen kann, benötigt man Selbstkompetenz für die individuelle Stressbewältigung.

Wissen & Erfahrung

vereint die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen, psychosomatischer Prinzipien sowie Elemente des jahrhundertealten Wissensschatzes des Zen und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Sowohl im privaten als auch beruflichen Kontext ist RAUM&ZEIT anwendbar. Basierend auf Jahrhunderte alten Traditionen fernöstlicher Entspannungskultur, abgerundet mit den Erkenntnissen moderner Wissenschaft. Einfach zu erlernen, effizient in der Anwendung und einsetzbar im täglichen Leben.

Stärkung persönlicher Stressresistenz

enthält ein umfangreiches Portfolio an Entspannungstechniken sowie das essentielle Know-how zur Stressbewältigung und Burnout Prävention. Es ist ressourcen- und potenzialorientiert und wurde an die Rahmenbedingungen des modernen Berufslebens adaptiert. Kern ist die Vermittlung des Wissens und praktische Übungen zur mentalen und körperlichen Stärkung persönlicher Stressresistenz.

Modularer Aufbau von

Durch den modularen Aufbau ist für viele Bereiche und Situationen anwendbar:

  • Eigenständiges BGM-Programm für Unternehmen
  • Präventive Stressmanagement-Trainings als punktuelle Maßnahme
  • Coaching und Unterstützung von betroffenen Mitarbeitern beim nachhaltigen Wiedereinstieg ins Berufsleben
  • Coaching und Unterstützung von Angehörigen betroffener Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Führungskräften beim Umgang mit potenziell betroffenen Mitarbeitern
  • Beratung und akute Unterstützung von Personalverantwortlichen und Unternehmen bei BGM Maßnahmen

Stressmanagement vs Stressvermeidung

Ich habe mir die Frage gestellt, welcher der beiden Ansätze „Stressmanagement“ oder „Stressvermeidung“ besser ist? Die scheinbar klare Antwort ist Stressvermeidung: Wenn ich vermeide, dass Stress überhaupt erst aufkommt, muss ich ihn auch nicht managen. Doch wie kann ich Stress vermeiden?  Im Wesentlichen dadurch, dass ich den Situationen, die mir Stress verursachen, aus dem Wege gehe. Wenn wir uns allerdings ansehen, in welchen Bereichen der meiste Stress verursacht wird, dann wird schnell klar, dass eine Vermeidungsstrategie hier nur bedingt realisierbar ist: Im Job und in der Familie. Continue reading