Das Geheimnis des Seelenspiegels

Das Geheimnis des Seelenspiegels

Die wundersame Reise zum wahren Selbst


Vor langer Zeit in einem fernen Land: Der junge Händler Mansaar hat alles, was man sich nur wünschen kann – ein gut gehendes Geschäft, eine schöne Frau und zwei wohlgeratene Kinder. Doch statt sich an seinem Erfolg zu erfreuen und seinen Reichtum zu vermehren, wie es von ihm erwartet wird, verspürt er ein zunehmendes Unbehagen und wachsende Verzweiflung. Selbst die angesehensten Ärzte können ihm nicht weiterhelfen. Allein der geheimnisvolle Seelenspiegel scheint Heilung zu versprechen, doch die Suche danach ist lang und beschwerlich. Mansaar begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse …

Ein farbenprächtiger, exotischer Roman mit einem hochaktuellen Thema: Mansaars Reise steht sinnbildlich für die Bemühungen, uns aus Fremdbestimmung zu lösen, zu innerem Gleichgewicht zurückzufinden und ein zufriedenes, erfülltes Leben zu führen.

Autor:Tom Glasauer
Gebundene Ausgabe:240 Seiten
Verlag:Ansata
Sprache:Deutsch
ISBN-10:3778775251
ISBN-13:978-3778775257
Link:AMAZON

Glaubenssätze

Es gibt nur eine einzige Kraft im gesamten Kosmos, die unser persönliches Schicksal lenkt: Unser Glaube! Und er tut dies auch, wenn wir nicht an ihn glauben.

Gedanken zu Glaubenssätzen und Selbstbestimmung

Selbstbestimmung ist ein Wunsch vieler Menschen, der Assoziationen von Freiheit, Individualität und Glück heraufbeschwört. Doch manch einer spürt, dass er ein Leben führt, das nicht wirklich vollkommen von ihm selbst bestimmt wird und das Bedürfnis nach Selbstfindung wächst. Doch wovon wird unser Leben dann gesteuert, wenn nicht von uns selbst? Und wie können wir unser Leben wieder „selbst in die Hand nehmen“?

Sich selbst zu finden ist kein gerader und schneller Weg. Es ist vielmehr ein Kampf gegen uns selbst: gegen unseren inneren Schweinehund oder anders ausgedrückt gegen unsere Glaubenssätze, Denkmuster und Handlungsgewohnheiten. Diese stecken sehr tief in unserem Unterbewusstsein und steuern unsere täglichen Handlungen und Reaktionen. Es hat Jahre oder Jahrzehnte gedauert bis wir durch unsere Erziehung, unsere Erfahrungen und unser soziales Umfeld so geprägt waren, wie wir heute reagieren. Glaubenssätze beeinflussen häufig, wie wir uns fühlen, denn nicht die Welt um uns herum bestimmt durch ihr Verhalten, wie es uns geht, sondern unsere Einstellungen und Reaktionen auf die Umwelt legen fest, ob wir zufrieden oder unglücklich sind.

Dabei stehen die Glaubenssätze, welche wir im Laufe der Zeit erschaffen und verinnerlicht haben, oftmals unseren ureigenen Werten entgegen. Wenn wir z.B. den Glaubenssatz „Eine Wohnung muss immer aufgeräumt sein!“ von unseren Eltern übernommen haben, uns selbst aber eher in einem kreativen Chaos wohlfühlen, dann erzeugen diese Gegensätze über Jahre oder Jahrzehnt Spannungen in uns, die letztlich auch ein Schritt auf dem Weg in den Burnout sein können. Solche Gegensätze mögen auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, doch meistens bleibt es nicht bei einem einzigen Glaubenssatz und nirgends zieht das Sprichwort „steter Tropfen höhlt den Stein“ besser als hier: Wir vermissen unsere so verloren gegangene Energie erst dann schmerzhaft, wenn unser Akku leer ist.

Das Erkennen solcher Muster und unserer mentalen und – daraus folgenden – auch körperlichen Reaktionen darauf ist daher essentiell um Stress abzubauen und die Löcher in unserem Energiespeicher zu flicken.

Manche Menschen haben die Fähigkeit zur Selbstreflektion, d.h. sie sind in der Lage, eigene Glaubenssätze zu finden und mit dem entsprechenden Wissen auch zu bearbeiten. Die meisten schaffen dies jedoch nicht und nutzen sowohl beim Aufspüren als auch bei der Beseitigung Unterstützung durch einen Coach oder Therapeuten.

In allen Fällen ist eine gesteigerte Portion Achtsamkeit im Leben hilfreich, diesen Prozess zu unterstützen. Ein Schritt, diese Achtsamkeit in uns zu stärken ist eine regelmäßige Meditationspraxis, da sie die Aufmerksamkeit nach innen, auf unsere Empfindungen richtet.

Die Arbeit an unseren Glaubenssätzen gehört in den Bereich der Verhaltensprävention. Es braucht seine Zeit, bis wir unsere Gewohnheiten abgelegt oder abgeändert haben. Wir können sie nicht einfach weghängen, wie einen alten Mantel in den Schrank. Es ist auch keine Arbeit, die sich nebenbei oder „on the fly“ erledigt, nein es ist ein aktives Arbeiten an uns selbst.

Die ersten Erfolge können sich relativ schnell einstellen: Wir fühlen uns sicherer und ruhiger, können wieder durchschlafen, die Verdauung arbeitet wieder besser, Schulter- und Rückenschmerzen sind verschwunden, Migräneanfälle werden weniger, der Tinnitus ist leiser, die Allergie klingt ab, die Konzentrationsfähigkeit ist erhöht, die Motivation ist wieder da, wir sind kreativ wie nie, haben auch wieder Spaß am Leben und Lust auf Sex.

Es gibt viele scheinbare Abkürzungen auf dem Weg zur Selbstfindung, doch sie werden feststellen, dass diese immer wieder zum Ausgangspunkt zurückführen.

Der Weg zu sich selbst ist kein gerader Weg. Er führt über Stock und Stein, und er wird uns immer wieder an die Grenzen unserer Bequemlichkeit bringen. Wir werden sehr viel über uns selbst und über unser Unterbewusstsein lernen.

Es liegt in der Natur solcher Wege, dass sie nicht einfach sind. Zwischendurch werden wir immer wieder auf Aussichtspunkte stoßen, und die Aussicht am Gipfel wird unübertroffen sein.

Haben Sie Geduld.

Es wird sich lohnen.

Entdecken Sie Ihre Glaubenssätze

Damit Sie Ihre Glaubenssätze verändern können, müssen Sie diese wortwörtlich erst einmal „ent-decken“, d.h. die Decke entfernen, welche diese Einstellungen „ver-deckt“ und damit schützt.

Hinterfragen Sie Ihre Überzeugungen in der Kommunikation mit anderen Menschen. Stimmen Sie deren Standpunkt zu? Warum? Haben Sie etwa eine andere Meinung? Warum haben Sie diese Meinung? Fühlt es sich gut in Ihnen an, diese Überzeugung auszusprechen und ihr „treu zu sein“ oder spüren Sie einen Konflikt? Fühlt sich etwas nicht richtig an?

Antworten oder reagieren Sie mechanisch auf bestimmte Dinge, ohne zu prüfen, warum Sie dies tun?

Überlegen Sie, mit welchem Verhaltensmuster Ihrer Eltern, Geschwister, Lehrer Sie in Ihrer Jugend nicht einverstanden waren und vergleichen Sie es mit eigenen, heutigen Verhaltensmustern. Haben Sie diese vielleicht unbewusst übernommen und sie zu einer Leitplanke Ihres Lebens gemacht, die sie jedoch in eine falsche Richtung führt?

Pauschalisierende Sätze, die Worte wie „alle“, „immer“, „nie“ oder „man“ nutzen, könnten auf verborgene Glaubenssätze hindeuten, die nicht hinterfragt wurden:

„Wenn ich Pizza gegessen habe, kann ich nie einschlafen.“
„Mein Opa hat immer gesagt …“
„Ein Gebot in unserer Familie ist …“
„Das macht man halt so!“
„Meine Mutter legte Wert auf …“
„Eine Sache werde ich nie vergessen: …“
„Meine Oma meinte ständig …“
„Das Credo für Selbständige ist …“

Untersuchen Sie Ihren Lebenslauf, ob Sie dort ein Muster finden, welches sich wie ein roter Faden hindurchzieht. Reagieren Sie auf bestimmte Dinge immer gleich? Weichen Sie schwierigen Situationen gerne aus oder greifen Sie frontal an?

Gerne nutzen wir zur Erziehung unserer Kinder die gleichen Regeln, die unsere Eltern auch bei uns angewandt haben und meist versteckt sich dahinter auch ein Glaubenssatz, den wir bei genauerer Betrachtung vielleicht nicht unreflektiert übernehmen möchten, wie z.B. die Handhabung von Messer und Gabel, reden während des Essens, Ordentlichkeit des Kinderzimmers, etc. Sehr häufig verstehen wir, warum unsere Kinder so handeln und insgeheim würden wir die Regeln auch etwas lockern, doch irgendetwas in uns drängt uns dazu, genauso „streng“ zu sein wie unsere eigenen Eltern.

Durch die Beobachtung anderer Menschen können Sie auch ein Gespür für versteckte Glaubenssätze bekommen, denn bei anderen fallen uns solche Dinge schneller auf und wir schärfen so unsere Sinne. Sie können dann auch Rückschlüsse auf Ihre eigenen Glaubenssätze ziehen und diese leichter entdecken.

Sehr häufig spuken auch bekannte Sprichwörter in unseren Köpfen herum, die wir in entsprechenden Situationen als Glaubenssätze nutzen, um Entscheidungen zu treffen:

„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.“
„Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.“
„Abwarten und Tee trinken.“
„Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.“
„Das Ei will klüger sein als die Henne.“
„Den Letzten beißen die Hunde.“
„Ein schlafender Fuchs fängt kein Huhn.“

Sehr viele Sprichwörter tragen die Tendenz in sich, dass sie Ihre Entscheidungen hemmen oder vorantreiben können, auch wenn das Ihrem persönlichen Bauchgefühl wiedersprechen würde.

Und falls Ihnen wider Erwarten keine Muster in Ihrem Verhalten und Denken auffallen, fragen Sie andere Menschen, die Sie aus unterschiedlichen Situationen kennen: Eltern, Verwandte, Kinder, Freunde, Geschäftskollegen, Bekannte aus Sport oder dem Vereinsleben, etc. Diese werden mit Sicherheit den einen oder anderen Punkt finden!

Hinterfragen Sie Ihre Glaubenssätze

Schreiben Sie alle vermeintlichen Glaubenssätze auf, die Sie entdecken und lassen Sie diese nach einer Weile nochmals auf sich wirken:

Wie fühlt sich dieser Satz für Sie an? Ist er stimmig zu Ihren Werten und Wünschen?
Sind Sie zufriedener, wenn Sie diesen Glaubenssatz einhalten?
Welcher Sinn steckt darin?
Wo hat Ihnen dieser Glaubenssatz schon einmal geholfen?
Was würde passieren, wenn Sie ihn aufgeben oder abändern?
Wenn Sie den Glaubenssatz um 180° drehen, wie würde sich das anfühlen?
Woher könnte dieser Glaubenssatz kommen?

Im Laufe der Zeit verändern sich persönliche Einstellungen und Werte durch unsere individuellen Lebenserfahrungen. Daher sollten Sie Ihre Glaubenssätze immer im Auge behalten und sie regelmäßig „auf die Probe stellen“.

Passen Sie ungewollte Glaubenssätze an

Wenn bei der Prüfung herauskommen sollte, dass der eine oder andere Glaubenssatz nicht zu Ihnen passt, dann sollten Sie nicht versuchen, ihn zu löschen (vergessen), denn das wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Erfolgversprechender ist die Veränderung von Glaubenssätze. Dabei wird sozusagen der Speicherplatz des alten mit einem neuen, positiven überschrieben.
Spüren Sie in sich hinein, wie der Satz aussehen müsste, damit er mit Ihren Werten und Wünschen übereinstimmt und formulieren Sie ihn neu. Dabei sollten Sie Verneinungen mit „nicht“ oder „kein“ vermeiden, da solche Worte von unserem Unterbewusstsein nicht wahrgenommen werden und Sie das Gegenteil von dem erreichen, was Sie möchten.

Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele umformulierter Glaubenssätze, die Sie für sich selbst nutzen und anpassen können.

Loslassen

Ich kann Vorstellungen / Dinge / Menschen loslassen, da sie meinen Weg nur zeitweise begleiten.

Offenheit

Ich bin offen für andere Meinungen und Ansichten. Ich prüfe diese für mich und passe meine Ansichten nach Bedarf an.

Mut

Ich habe den Mut, neue Dinge zu wagen. Durch die daraus gewonnenen Erfahrungen werde ich stärker und selbstsicherer.

Fester Wille

Ich nehme mir Zeit, meine Entscheidungen zu treffen. Ich stehe zu einmal getroffenen Entscheidungen.

Aufrichtigkeit

Ich gebe meiner eignen, inneren Überzeugung freimütig Ausdruck.

Akzeptanz

Ich habe die Stärke, auch unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren.

Eigener Wille / Freie Wahl

Ich bin der einzige Mensch, der bestimmen kann, was ich machen soll. Mein eigener Wille ermöglicht mir die freie Wahl.

Veränderung

Veränderungen werden kommen. Ich erhöhe meine Akzeptanz für das Unbekannte und bin gespannt auf das was kommen wird.

Dankbarkeit

Ich bin Dankbar für mein Leben und schätze auch die kleinen Dinge, die mein Leben bereichern.

Heilung

Ich unterstütze meine Heilung durch meine innere positive Ausrichtung.

Hilfe annehmen

Ich erkenne Situationen, in denen ich Hilfe von anderen Menschen benötige. Ich bin mir meiner selbst sicher genug um diese Hilfe zu erbitten und auch anzunehmen.